Begrifflichkeiten

In der umgangssprachlichen Verwendung der Begriffe Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und Zutrittsmanagement sowie weiterer Bezeichnungen in diesem Zusammenhang, kommt es häufig zu Missverständnissen. Die folgenden kurzen Erläuterungen geben Klarheit über die Begrifflichkeiten, besonders im Zusammenhang mit der DECAMS-Lösung.

Zutrittskontrolle

auch Zugangskontrolle genannt, ist keine Zeiterfassung und kein Zutrittsmanagement. Sie regelt lediglich, dass jemand oder etwas „Zutritt“ hat.

Zutrittskontrolle ist eine Basis-Komponente der DECAMS-Lösung.

Zeiterfassung

ist keine Zutrittskontrolle. Sie kann eine Erweiterung/Komponente der Zutrittskontrolle sein. Z.B. bei Kommen oder Gehen werden Zeiten erfasst.

Zeiterfassung ist eine optionale Komponente der DECAMS-Lösung.

Zutrittsmanagement (Abgrenzung zur Standardzutrittskontrolle)

Für diesen Begriff besteht keine eindeutige Definition im deutschsprachigen Raum. Das führt dazu, dass in der Praxis häufig die Begriffe Zugangs- oder Zutrittskontrolle mit Zutrittsmanagement verwechselt werden.

Eine gute Orientierung liefert hierbei der Begriff "Zutrittsmanagementsystem". Zum Zutrittsmanagement zählen demnach Planung, Steuerung, Protokollierung und Kontrolle von Betreten/Befahren sowie Verlassen abgesicherter Areale.

Außerdem ist Zutrittsmanagement ein zentraler Teil eines Sicherheitskonzeptes und liefert wichtige bereichsübergreifende Informationen. Das bedeutet, neben Personenzutrittsberechtigung und Besucheradministration werden u.a. auch Informationen für das Notfallmanagement (z.B. welche Personen sind wo anwesend und müssen eventuell evakuiert werden) bereitgestellt.

Darüber hinaus liefert Zutrittsmanagement wichtige Informationen für das Projektmanagement.Firmen- und Mitarbeiterdaten wie z.B. Gewerke, Qualifikationen usw. in Verbindung mit den Zeitdaten, bilden eine enorme Informationsbasis für operative und strategische Entscheidungen des Managments.

Die DECAMS-Lösung ist ein Zutrittsmanagementsystem.

Spezialbereiche des Zutrittsmanagements

definieren sich durch dauerhaft oder temporär (höher) abgesicherte Areale. Es erfolgen physische Absperrungen mittels Umzäunung und Vereinzelungsanlagen (Drehkreuze und Schranken), die das Areal vor unbefugtem Zutritt sichern. Zugänge werden durch Sicherheitspersonal bewacht bzw. überwacht.

Beispiele für Spezialbereiche sind neben Großbaustellen auch Revisionsprojekte der „Kritischen Infrastruktur“ (u.a. Kraftwerke) und großer Fahrzeuge (u.a. Kreuzfahrtschiffe und Flugzeuge).

Großbaustelle

Für diesen Begriff existiert in Deutschland keine eindeutige Definition. Eine nahestehende Begriffserklärung findet sich jedoch bei Wikipedia. Diese besagt, dass eine Großbaustelle ein weit ausgedehntes oder ein übergreifendes, auf mehrere Orte verteiltes Bauprojekt ist. U. a. gewinnt die Zutrittskontrolle und Absicherung des Baustellenareals an Bedeutung. (vgl. Wikipedia 07.05.2015)

Drehkreuz

ist eine Personenvereinzelungsanlage, welche durch die Bauart und -höhe verhindert, dass Personen ohne Berechtigung ein Areal betreten. Drehkreuze kommen normalerweise nur bei nicht einsehbaren oder temporär nicht von Sicherheitspersonal besetzten Zugangsbereichen zum Einsatz.

Drehsperre

ist eine Personenvereinzelungsanlage, welche durch die hüfthohe Bauhöhe nicht verhindern kann, dass Personen ohne Berechtigung ein Areal betreten. Drehsperren kommen normalerweise nur bei einsehbaren und permanent von Sicherheitspersonal besetzten Zugangsbereichen zum Einsatz.

"IT-Enabler"-Funktion für KMU

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Branchen Baulogistik und Sicherheitsdienste realisiert DECAMS eine "IT-Enabler"-Funktion (auch Business-Enabler genannt). Der Ausbau neuer Geschäftsfelder wird ermöglicht, welcher ohne DECAMS unmöglich bzw. bei Eigenentwicklung, nur mit enormen Mehraufwand realisiert werden kann.

Die DECAMS-Plattform ist ein Business-Enabler für KMU.